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At&t verklagt: aktionäre fordern transparenz bei diversitätsdaten

Ein rechtsstreit um diversität bei at&t

Obwohl AT&T und viele andere Großkonzerne ihre DEI-Praktiken (Diversity, Equity and Inclusion) im Jahr 2025 einschränken, sorgt das Thema weiterhin für Kontroversen. Nun steht AT&T vor Gericht, da vier Pensionsfonds aus New York den Telekommunikationsriesen verklagt haben. Der Grund: Die Fonds werfen AT&T vor, Aktionären die Abstimmung über einen Transparenzbericht zu verweigern.

Der kern des konflikts: transparenzbericht

Der kern des konflikts: transparenzbericht

Die Pensionsfonds fordern eine detaillierte Aufschlüsselung der Belegschaft von AT&T (über 130.000 Mitarbeiter) nach Rasse, ethnische Zugehörigkeit und Geschlecht. AT&T hatte diesen Bericht in den Jahren 2021, 2022 und 2023 veröffentlicht, stellte ihn dann aber ein. Das Unternehmen beruft sich auf eine kürzliche Änderung der Richtlinien der Securities and Exchange Commission (SEC), die es Unternehmen erleichtert, Vorschläge von Aktionären auszuschließen, wenn sie einen „angemessenen Grund“ dafür sehen.

Die argumentation der pensionsfonds

Die Pensionsfonds argumentieren, dass AT&T die SEC-Regel zu weit auslege und die Rechte der Aktionäre verletze. Sie betrachten die Forderung nach Transparenz als legitim und fordern das Gericht auf, AT&T zu zwingen, den Bericht auf die Tagesordnung der Aktionärshauptversammlung zu setzen. Die Fonds sehen darin eine Möglichkeit, die Verantwortung des Unternehmens für seine Diversitätsbemühungen zu erhöhen.

Der einfluss politischer entscheidungen

Der Rückgang der DEI-Berichterstattung fällt zeitlich mit der Wahl von Präsident Trump zusammen, dessen Regierung versuchte, DEI-Politiken zu beenden. Viele Unternehmen im Privatsektor, darunter auch AT&T, folgten diesem Trend. Allerdings musste AT&T im vergangenen Jahr wieder Informationen offenlegen, da es die Zustimmung der Federal Communications Commission (FCC) für eine Transaktion benötigte, bei der es Funkfrequenzen von UScellular erwarb.

At&t und die eeoc

AT&T gibt die Diversitätsdaten zwar bereits an die Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) weiter, hält dies aber offenbar nicht für ausreichend, um die Forderungen der Pensionsfonds zu erfüllen. Die Frage ist, ob und inwieweit die Offenlegung von Daten die tatsächliche Förderung von Diversität und Inklusion im Unternehmen vorantreibt.

Die bedeutung von dei-politiken

Es stellt sich die Frage, wie wichtig DEI-Politiken für die Belegschaft sind. Eine Umfrage ergab, dass die Mehrheit der Befragten DEI-Politiken unterstützt, aber auch Bedenken hinsichtlich übertriebener Maßnahmen äußert. Die Klage gegen AT&T könnte eine Debatte über die Notwendigkeit und den Umfang von DEI-Berichterstattung auslösen.

Ausblick und mögliche folgen

Der Ausgang des Rechtsstreits mit den Pensionsfonds wird zeigen, ob Aktionäre mehr Einfluss auf die Diversitäts- und Inklusionspraktiken von Unternehmen haben werden. AT&T muss sich entscheiden, ob es die Transparenz erhöht oder weiterhin auf die Anwendung der SEC-Regel setzt. Die Entscheidung könnte einen Präzedenzfall für andere Unternehmen schaffen, die ähnliche Klagen befürchten.