Brandenburgs europa verweigerte spiele-support: keine pflicht für publisher

Brüssel – Die Europäische Kommission hat entschieden, Softwareherstellern keine gesetzliche Verpflichtung zur dauerhaften Unterstützung ihrer Spiele mehr auferlegen zu können. Damit entkräftet sie eine Anfrage von ‘Stop Killing Games’, einer Kampagne, die den geplanten Rückgang von Spiel-Updates und Patches kritisieren will. Trotz fehlender offizieller Endgeräteschlüsse werden Spiele oft so konzipiert, dass sie nach Ablauf der Support-Phase unspielbar werden – eine Praxis, die die EU als problematisch ansieht.

Die realität hinter der digitalen obsoleszenz

‘Stop Killing Games’ hat bereits im April 2024 international gehandelt und einen entsprechenden Dokument mit rechtlichen Argumenten vorgelegt. Die Initiative, die sich aus über 1,29 Millionen validierten Unterschriften zusammensetzt – mit einem besonders starken Engagement in Deutschland, wo über 120.000 Unterschriften gesammelt wurden – forderte eine Änderung der Spielindustrie. Die Organisation präsentierte ihre Forderungen im April 2026 vor dem Europäischen Parlament, wo ein intensiver Diskurs stattfand. Nun hat die Kommission eine klare Position bezogen.

Nintendo steht als Beispiel im Raum: Die Switch 2 wird aufgrund europäischer Gesetze umgestaltet. Die Kommission betont, dass die Rechtslage im Hinblick auf Urheberrechte und den Schutz des Verbrauchers klar ist. Käufer haben Anspruch auf transparente Informationen über die Nutzungsdauer und Auflösungsbedingungen eines Spiels – und im Falle von Mängeln auf eine angemessene Rückerstattung. Es geht darum, die Rechte der Konsumenten zu stärken und zu gewährleisten, dass sie nicht unfaire Vertragsbedingungen akzeptieren müssen.

Ein code of conduct für die zukunft

Ein code of conduct für die zukunft

Die EU plant nun die Entwicklung eines Verhaltenskodex für die Spieleindustrie. Ziel ist es, die Lebensdauer von Spielen zu verlängern und die Erwartungen der Nutzer zu erfüllen. Die Kommission wird eng mit Verbraucherorganisationen und Behörden zusammenarbeiten, um das Bewusstsein für die Rechte der Spieler zu schärfen. Die Hoffnung ist, dass eine solche Initiative zu einer nachhaltigeren Denkweise in der Industrie führt – und nicht nur auf kurzfristige Gewinne ausgerichtet ist. Es ist ein erster Schritt, um die digitale Kultur zu bewahren und nicht zu demontieren.