Chinas ki-video-ki seedance 2.0 löst panik in hollywood aus
Der ki-hype geht weiter – und hollywood zittert
Es ist ironisch, wenn man bedenkt, dass die chinesische KI wegen Urheberrechtsverletzungen und fehlender Schutzmechanismen kritisiert wird, während alle großen US-amerikanischen KI-Firmen Milliarden von Büchern, Musikstücken, Fotos und Filmen zur Schulung ihrer Modelle missbrauchen. Vorfälle wie die Unterstützung von ChatGPT bei Suizidgedanken oder das „Entblößen“ von Personen durch Grok zeigen die ethischen Grauzonen. Doch nun hat ByteDance mit SeeDance 2.0 eine neue, beeindruckende KI-Video-Generator vorgestellt, die Hollywood vor eine existenzielle Bedrohung stellt.

Seedance 2.0: realistische videos aus text
SeeDance 2.0 ermöglicht es, 15-sekündige Videos mit bekannten Hollywood-Schauspielern und Animationsfiguren aus einfachen Textbeschreibungen zu erstellen. Der Realismus ist geradezu erschreckend. Regisseure und Drehbuchautoren äußern sich besorgt, manche sprechen gar von einem „Ende Hollywoods“. Die Technologie ist nicht nur für Filmproduktionen relevant, sondern bedroht auch die Werbebranche.

Beispiele, die schockieren: cruise gegen pitt und werbespots
Der irische Regisseur Ruairí Robinson demonstrierte die Leistungsfähigkeit von SeeDance 2.0 mit einem Video, in dem Tom Cruise und Brad Pitt in einem Kampf auf dem Dach eines postapokalyptischen Gebäudes dargestellt werden. Das Ergebnis ist unglaublich realistisch, mit passender Soundeffekten und Musik. Ein weiterer Testfall ist ein Werbespot für Shampoo, der mit einem einzigen Prompt erstellt wurde – das Ergebnis ist zwar generisch, aber durchaus brauchbar und könnte problemlos von einer minderbegabten Werbeagentur stammen.

Reaktionen aus hollywood: angst und wut
Rhett Reese, Drehbuchautor von Deadpool, Deadpool 2 und Zombieland, kommentierte das Video mit den Worten: „Ich hasse es zu sagen, aber das bedeutet wahrscheinlich das Ende für uns.“ Auch die Schauspieler- und Regievereinigungen haben Beschwerde eingereicht, und Disney und Paramount haben bereits Abmahnungen an ByteDance verschickt. Es geht nicht nur um die aktuelle Leistungsfähigkeit, sondern um die rasanten Fortschritte der KI über die letzten Jahre und die zu erwartenden Entwicklungen in der Zukunft.
Openai: peter steinberger wechselt das lager
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Verpflichtung von Peter Steinberger, dem Schöpfer von Moltbot, durch OpenAI. Dies wirft Fragen auf, was das für OpenClaw, Steinbergers vorheriges Projekt, bedeuten könnte. Die Konzentration der Talente in den großen KI-Unternehmen beschleunigt die Entwicklung, birgt aber auch Risiken hinsichtlich der Kontrolle und ethischen Nutzung dieser Technologien.
Bytedance reagiert: schutzmechanismen und versprechungen
ByteDance hat auf die Kritik reagiert und eine Erklärung veröffentlicht, in der das Unternehmen verspricht, die Schutzmechanismen zu verstärken und eine unautorisierte Nutzung von geistigem Eigentum zu verhindern. Die Aussage klingt nach einer sorgfältig geplanten PR-Kampagne: Zunächst freie Bahn, um virale Aufmerksamkeit zu generieren, gefolgt von der Aktivierung der Schutzvorkehrungen. Ziel erreicht: SeeDance 2.0 sorgte in der letzten Woche für Furore und überschattete sogar Veo 3 und Sora.