Github-alarm: cyberkriminelle nutzen falsche repos für malware-angriffe
Ein angriff auf die Sicherheit von Programmierern: Cyberkriminelle nutzen die Popularität von GitHub aus, um Schadsoftware zu verbreiten. Das Problem: Die Plattform wird immer beliebter, was sie zu einem attraktiven Ziel macht.
Falsche repositories als waffe
Wie Arctic Wolf herausgefunden hat, wurden 292 falsche Repositories auf GitHub verwendet, um legitimen Programmen wie WinRAR, Malwarebytes, Postman und Krita zu ähneln. Die Angreifer locken Nutzer mit manipulierten README-Dateien, die Links zu infizierten Seiten enthalten. Das Ziel ist klar: Nutzer sollen die Schadsoftware auf ihre Systeme herunterladen, ohne es überhaupt zu merken.

Die technik: dll-hijacking und phishing
Der Angriff nutzt eine ausgeklügelte Technik: Die Malware, oft im Namen bekannter Programme, wird über manipulierte ZIP-Dateien verteilt, die sich ständig in ihrem Inhalt ändern. Im Inneren befinden sich eine modifizierte libcurl.dll und eine gefälschte Version von WinGUP. Sobald diese ausgeführt wird, wird die Schadsoftware – meist eine Variante der BoryptGrab-Familie – in den Speicher geladen und sensible Daten wie Passwörter, Cookies und Kreditkarteninformationen gestohlen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Browserdaten und Kryptowährungs-Wallets.

Microsoft defender als schwachstelle?
Ein gefährlicher Einfallsweg: Ein kürzlich entdeckter Fehler in Microsoft Defender für Windows 11 ermöglicht es, das gesamte Laufwerk mit Malware zu füllen. Die Angreifer nutzen diese Schwachstelle, um ihre Ziele zu erreichen. Es ist daher unerlässlich, dass Nutzer ihr Betriebssystem und ihre Sicherheitssoftware stets aktuell halten.

Vorsicht ist geboten
Handlungsempfehlung: Bevor Sie Programme von GitHub installieren, sollten Sie die Authentizität der Projekte immer überprüfen und sich nur auf offizielle Quellen verlassen. Überprüfen Sie die Repositories sorgfältig auf verdächtige Aktivitäten und seien Sie misstrauisch, wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein. Die Sicherheit liegt in der Quarantäne – und im kritischen Denken.
