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Gold-volatilität bremst zentralbanken: trotz langfristiger aufwärtsbewegung

Zentralbanken zögern bei goldkäufen aufgrund erhöhter volatilität

Die Goldpreise haben in den letzten zwölf Monaten einen beispiellosen Anstieg erlebt und erreichten Ende letzten Monats einen historischen Höchststand von über 5.500 US-Dollar pro Unze. Anschließend folgte jedoch eine deutliche Korrektur. Obwohl die Käufe von Zentralbanken den Aufstieg des Goldes in den letzten Jahren maßgeblich befeuert haben, haben die starken Preisschwankungen die Nachfrage vorübergehend verlangsamt. Die massive Volatilität wird vor allem durch die Nachfrage des Privatsektors getrieben, der oft über Call-Optionen auf Gold abgewickelt wird.

Gold als absicherung geopolitischer risiken bleibt attraktiv

Gold als absicherung geopolitischer risiken bleibt attraktiv

Laut Analysten von Goldman Sachs, Lina Thomas und Daan Struyven, zeigen Gespräche, dass Zentralbanken weiterhin bereit sind, Gold zur Absicherung geopolitischer und finanzieller Risiken zu kaufen. Sie bevorzugen es jedoch, ihre Käufe bis zur Stabilisierung der Preise zu verschieben. Die globale Unsicherheit und die Neubewertung der Risiken im Zusammenhang mit dem Besitz von US-Dollar-Reserven, ausgelöst durch die Ereignisse in der Ukraine seit 2022, haben die Attraktivität von Gold als Alternative erhöht.

Rekordkäufe der zentralbanken im jahr 2023 und 2024

Rekordkäufe der zentralbanken im jahr 2023 und 2024

Zentralbanken weltweit kauften im Jahr 2023 und 2024 netto rund 1.000 Tonnen Gold. Im Jahr 2025 sank diese Zahl auf etwa 900 Tonnen, wobei die Käufe zu höheren Preisen als in den beiden Vorjahren getätigt wurden. Der aktuelle Goldpreis liegt bei rund 4.995 US-Dollar pro Unze und weist ein Jahresplus von etwa 16 % auf. Diese Zahlen unterstreichen das anhaltende Interesse der Zentralbanken an Gold als sicherem Hafen.

Goldman sachs erwartet stabilisierung und weitere käufe

Goldman sachs erwartet stabilisierung und weitere käufe

Die Analysten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass sich die Volatilität verringern und die Käufe von Zentralbanken wieder beschleunigen werden, sobald sich die Lage stabilisiert hat. Ihr Basis-Szenario, das keine weitere Zunahme der Diversifizierung des Privatsektors vorsieht, prognostiziert einen Goldpreis von 5.400 US-Dollar pro Unze bis Ende 2026. Zusätzliche Nachfrage von Privatanlegern im Zusammenhang mit möglichen Zinssenkungen der US-Notenbank könnten diesen Anstieg weiter befeuern.

Bitcoin-crash wirft schatten auf den goldmarkt

Bitcoin-crash wirft schatten auf den goldmarkt

Der jüngste Crash von Bitcoin und die damit verbundenen Probleme für große Marktteilnehmer werfen Fragen auf, wie sich dies auf die allgemeine Marktstimmung und die Nachfrage nach anderen Anlageklassen, einschließlich Gold, auswirken könnte. Während Gold traditionell als sicherer Hafen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit gilt, könnte die Volatilität im Kryptobereich Investoren dazu veranlassen, ihr Portfolio neu auszurichten.

Experten betonen langfristige perspektive und angebotsknappheit

David Miller, Investmentdirektor von Catalyst Funds, unterstreicht die langfristige Nachfrage nach Gold durch den öffentlichen Sektor. Obwohl einige Privatpersonen ihre Goldbestände aufgrund höherer Preise verkauft haben, sei dies nicht in einem Ausmaß, das die Käufe der Zentralbanken aufwiegen könnte. Miller erwartet, dass die Zentralbanken weiterhin Gold kaufen werden, was zu einem Angebotsdefizit führen wird, da die Goldförderung nicht schnell genug gesteigert werden kann. Dies deutet auf eine mögliche weitere Aufwärtsbewegung des Goldpreises hin, wenn auch mit erhöhter Volatilität.