Größte vermögensflucht aller zeiten? unternehmensgründer bereiten exit vor

Die Zeit der Gründergeneration neigt sich dem Ende zu. Eine Studie von UBS zeigt: Ein beachtlicher Anteil von Unternehmern plant den Ausstieg aus ihren Unternehmen – ein Trend, der die globale Vermögensverteilung grundlegend verändert. Die Zahlen sind alarmierend, besonders im Vergleich zu konservativeren Regionen.

Exit-strategien: verkauf, übergabe oder neue wege

Exit-strategien: verkauf, übergabe oder neue wege

Laut der Studie wollen 32 % der Unternehmer in den nächsten fünf Jahren ihren Firmenleitungsposten aufgeben. Bei den über 65-Jährigen steigt dieser Anteil auf 57 %. Die meisten planen einen Verkauf ihrer Anteile (40 %), um den maximalen Wert zu erzielen. Doch eine wachsende Zahl setzt auf die generationsübergreifende Übergabe des Unternehmens (23 %). Weniger verbreitet sind Börsengänge (6 %) oder Verkäufe an Private-Equity-Fonds (13 %).

Ein überraschend hoher Prozentsatz, nämlich 25 %, gibt an, bereits ausreichend Vermögen angehäuft zu haben. Aber fast ein Drittel sieht seine finanzielle Situation weniger rosig, besonders in den USA (47 %). Diese Wahrnehmung eines unzureichenden Vermögens führt zu einer Veränderung der Prioritäten.

Nach dem Verkauf steht für die Mehrheit (42 %) die Verwaltung und Nutzung des erworbenen Vermögens im Vordergrund. Die operative Führung wird abgeben, um sich auf die Rolle als Investor zu konzentrieren. Die Nachfolgeplanung und der Schutz des Vermögens vor Steuerbelastungen sind dabei zentrale Themen. 67 % der vermögenden Haushalte planen, die nächste Generation in die verantwortungsvolle Vermögensverwaltung einzuführen. 61 % sehen die Steueroptimierung als kritische Aufgabe an.

Um den Übergang sicherzustellen, greifen 69 % der Befragten auf spezialisierte Anwälte und Steuerberater zurück. Nur 23 % vertrauen auf den Rat der eigenen Kinder – ein Hinweis darauf, wie hoch der Stellenwert professioneller Expertise bei der Bewahrung des Familienvermögens ist. Die Bewegung ist nicht nur eine Verlagerung von Kapital, sondern eine tiefgreifende Veränderung der Wirtschaftslandschaft.