Israel rüstet kampfjets und hubschrauber mit laserwaffen aus – usa folgt dem beispiel

Israel plant, seine Kampfflugzeuge und Hubschrauber mit Laserwaffen auszurüsten, um sich gegen drohende Luftangriffe zu verteidigen. Die Technologie soll nicht nur defensiv, sondern auch offensiv eingesetzt werden können. Die israelische Firma Elbit Systems, spezialisiert auf Laserwaffensysteme, wird die Lieferung übernehmen. Die Entscheidung wird vor dem Hintergrund zunehmender Drohnenangriffe, insbesondere durch Iran, getroffen. Die USA wollen ebenfalls rasch auf diese Technologie setzen, um ihre Truppen zu schützen.

Laser als neue waffe im luftraum: ein wettlauf zwischen israel und den usa

Elbit Systems hatte bereits im Jahr 2025 bekanntgegeben, dass sie einen Vertrag für ein hochleistungsfähiges Lasermodul für Kampfflugzeuge und ein System für Hubschrauber erhalten hat. Diese sogenannten High Energy Laser Weapon Systems (HELWS) sollen in der Lage sein, unbemannte Flugfahrzeuge (UAVs) und feindliche Raketen auf große Distanz zu neutralisieren – und das zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Luftabwehrsysteme. Die Vorteile liegen auf der Hand: Präzision, schnelle Reaktionszeit und eine deutlich geringere Betriebskosten. Im Gegensatz zu konventionellen kinetischen Waffen können Laserbedrohungen innerhalb von Sekunden erfassen, angreifen und neutralisieren.

Ein bemerkenswerter Erfolg war die erfolgreiche Interzeption von Drohnen mit einem leistungsstarken Laser an einem gewöhnlichen Flugzeug im Juni 2021. Israel verfügt bereits über das Iron Beam System, ein bodengebundenes Laserabwehrsystem, das 2025 in Betrieb ging. Dieses System, das von Rafael entwickelt wurde, hat eine Reichweite von 2 bis 10 Kilometern und kostet pro Interzeption zwischen 2 und 5 Dollar – im Vergleich zu den 50.000 bis 100.000 Dollar, die ein einzelner Patriot-Abfangjäger kostet.

Doch auch das Iron Beam System hat seine Grenzen: Wetterbedingungen, Staub und Turbulenzen können die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen. Daher setzt man nun auf mobile Systeme, die diese Herausforderungen überwinden. Das US-Verteidigungsministerium plant, Laserwaffen in den nächsten drei Jahren flächendeckend einzusetzen, um Soldaten vor iranischen Drohnenangriffen zu schützen. Unter dem abtrünnigen Präsidenten Donald Trump wurde der ambitionierte Schutzschild „Goldene Kuppel“ ins Leben gerufen, dessen erste Phase bereits 185 Milliarden Dollar kostet. Laut Untersekretär Michael Dodd sollen Laserwaffen in Kürze operativ einsatzbereit sein – eine deutliche Kostenersparnis im Vergleich zu Systemen wie dem Patriot. Ein einzelner Patriot kann drei Millionen Dollar kosten, während die Abwehr einer iranischen Sahed-Drohne lediglich 20.000 bis 50.000 Dollar kostet.

Die Entwicklung und der Einsatz von Laserwaffensystemen sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Eine einzelne Laseranlage kostet zwischen 20 und 40 Millionen Dollar. Der Erfolg der Technologie hängt auch von der Anpassung an unterschiedliche Einsatzbedingungen ab. Die Kombination aus mobilen Plattformen und fortschrittlicher künstlicher Intelligenz (KI) könnte die Effektivität dieser Waffen weiter steigern. Die Technologie ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch potenziell weniger zerstörerisch als herkömmliche Waffen – eine Entwicklung, die die Zukunft der Kriegsführung grundlegend verändern wird.

Die Investitionen in diese Technologie sind immens, doch die Notwendigkeit, sich gegen neue Bedrohungen zu wappnen, ist noch größer. Die Entwicklung der Laserwaffen birgt das Potenzial für einen Paradigmenwechsel in der Verteidigungsindustrie – ein Wandel, der mehr als nur Kosten und Effizienz betrifft.