Ki-revolution: vibe-coding – die nächste programmier-revolution?
Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz verändert die Softwareentwicklung grundlegend. Experten raten jungen Talenten, sich zügig auf diesen Wandel einzustellen. Alexandr Wang, KI-Chef bei Meta, hat einen direkten Appell an die nächste Generation ausgesprochen: Konzentriert euch auf sogenannte „Vibe-Coding“.

Vibe-coding: ki schreibt den code – und das schnell
In einem Interview beim TBPN-Podcast erklärte Wang, dass Vibe-Coding die Nutzung von KI-Tools beinhaltet, die Code aus natürlicher Sprache generieren. Statt mühsam Zeile für Zeile zu programmieren, beschreibt der Nutzer, was er erreichen möchte, und die KI liefert den passenden Code. Der Meta-Manager sieht darin einen entscheidenden Vorteil für zukünftige Berufsperspektiven.
„Wenn du etwa 13 Jahre alt bist, solltest du deine ganze Zeit mit Vibe-Coding verbringen. So soll man sein Leben leben“, so Wang. Das Konzept gewinnt an Fahrt durch Tools, die ganze Codeblöcke aus einfachen Anweisungen erzeugen. Selbst ohne tiefgreifende technische Vorkenntnisse lassen sich so Apps oder Webseiten erstellen.
Wang betont, dass die investierte Zeit in diese Tools eine große Bereicherung sein kann. Wer tausende Stunden mit der Anwendung experimentiert, wird laut ihm eine Schlüsselposition im zukünftigen Tech-Markt einnehmen. „Wenn du etwa 10.000 Stunden mit den Tools verbringst und lernst, wie man sie besser nutzt als andere, das ist ein großer Vorteil.“
Wang selbst hat die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung genutzt, um zu einem der jüngsten Milliardäre der Welt zu werden. Nach der Gründung von Scale AI und der Etablierung als Experte im KI-Training übernahm er 2025 die Leitung der KI-Abteilung bei Meta. Die Auswirkungen der KI auf die Programmierung hätten seine Sichtweise grundlegend verändert: „Die Programmierung mit KI hat mich fundamental verändert. Ich glaube, dass die Rolle eines Ingenieurs sich grundlegend verändert hat.“
Er prognostiziert, dass KI-Modelle in den nächsten fünf Jahren in der Lage sein werden, enorme Mengen an Software autonom zu erstellen – bis hin zu dem Punkt, an dem sie „literalen Code schreiben“ können, den er selbst in seiner Karriere entwickelt hat. Diese Entwicklung wird nicht nur die Art und Weise, wie Software entsteht, revolutionieren, sondern auch die Anforderungen an Programmierer grundlegend verändern.
Die Geschwindigkeit, mit der sich diese Technologien entwickeln, ist atemberaubend. Wer jetzt einsteigt, hat eine Chance, die Zukunft der Softwareentwicklung aktiv mitzugestalten – eine Zukunft, in der die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer weiter verschwimmen.
