Klein: sap-analysten sollten sich auf führungsaufgaben konzentrieren
Der SAP-Chef Christian Klein prognostiziert, dass innerhalb von drei bis vier Jahren wahrscheinlich keine Mitarbeiter mehr ausschließlich an der Entwicklung von Software tätig sein werden, wenn die Technologie weiterhin so schnell fortschreitet wie aktuell.

„Es gibt nicht mehr viel zu programmieren“
Klein erklärte, dass er glaube, dass die Möglichkeit, Code manuell zu schreiben, in Zukunft ziemlich selten sein wird. Stattdessen plane er, dass die Ingenieure von SAP sich auf Führungsaufgaben wie Projektmanagement, Software-Design und -Qualitätskontrolle konzentrieren sollten, während die künstliche Intelligenz (KI) die Programmieraufgaben übernimmt.
„Es gibt nicht mehr viel zu programmieren“, sagte Klein in einem Interview. Die KI-Tools wie ChatGPT könnten in Zukunft genutzt werden, um Code in kurzer Zeit und ohne viele Details zu erstellen. Damit würde der Fokus der Entwickler auf höhere Aspekte wie die Konzeption von Software und die Überwachung der Ergebnisse gelegt.
Aber nicht alle sind so optimistisch wie Klein. Ein Programmierer aus dem Unternehmen The Register warnte davor, dass die automatisierte Programmierung von KI-Tools gefährlich sein kann, wenn sie ohne menschliche Überwachung eingesetzt werden. Er berichtete von Fehlern in den generierten Codes, die zu Sicherheitslücken führen könnten.
Ein anderer Expert, Guido van Rossum, der als einer der Erfinder des Programmier-Sprachens Python gilt, hält fest an der Bedeutung des Menschen bei der Programmierung. Er meint, dass KI-Tools immer nur als Hilfsmittel für die Entwickler dienen sollten, nicht als Ersatz für ihre Fähigkeiten.
