Musk will milliarden riskieren: tesla plant eigene chip-fabrik – ein mammutprojekt

Elon Musk, der wohlhabendste Mensch der Welt, setzt seine ambitionierten Pläne fort: Tesla will eine gigantische Halbleiterfabrik bauen, um die Produktion von Chips für seine Robotaxis und humanoiden Roboter zu sichern. Ein Schritt, der die technologische Landschaft auf den Kopf stellen könnte.

Terafab: ein wettlauf gegen die zeit

Terafab: ein wettlauf gegen die zeit

Der mehrjährige Plan, eine sogenannte „Terafab“ zu errichten, ein Werk, das kritische Halbleiter selbst herstellt, steht kurz vor der offiziellen Ankündigung. Musk kündigte das Projekt am Samstag auf X an, ohne jedoch Details preiszugeben. Bereits im Januar hatte er die Abhängigkeit von externen Chip-Lieferanten als größten Engpass für das Wachstum von Tesla bezeichnet. Unternehmen wie Samsung, TSMC und Micron könnten die Anforderungen der geplanten Robotaxi- und Roboterprogramme nicht mehr erfüllen.

Die globale Halbleiterindustrie wird von wenigen, meist in Ostasien ansässigen Firmen dominiert. Die Herstellung von Chips ist ein komplexer, kostspieliger und zeitaufwändiger Prozess. Die Lithographie, bei der Chipdesigns auf Siliziumwafer übertragen werden, wird fast ausschließlich von ASML aus den Niederlanden geliefert – mit Wartezeiten von über einem Jahr.

Das Problem wird durch Musks Vorhaben noch verstärkt, logische und Speicherchips sowie deren Verpackung in einer einzigen Fabrik zu produzieren. Dies erfordert eine enorme Expertise, denn die Prozesse und Wirtschaftlichkeiten variieren stark. Experten warnen vor den enormen finanziellen Risiken. Die Entwicklung einer Fabrik, die zunächst 100.000 Siliziumwafer pro Monat produziert und später auf 1 Million Wafer hochskalieren soll, könnte 45 Milliarden US-Dollar kosten. Analysen von Morgan Stanley und UBS schätzen die anfänglichen Kosten auf 30 bzw. 30 Milliarden Dollar.

Die geopolitische Lage verstärkt die Notwendigkeit solcher Projekte. Die drohende Invasion Chinas auf Taiwan, einem zentralen Produktionsstandort für Chips, könnte die globale Versorgung komplett durcheinanderbringen. Auch TSMC baut daher neue Fabriken in den USA, doch auch diese Expansionn ist mit erheblichen Verzögerungen und Kosten verbunden. Der Bau der TSMC-Fabrik in Arizona beispielsweise verschiebt sich seit 2022 und wird voraussichtlich erst Mitte 2027 Chips liefern.

Ein weiteres Problem ist der Fachkräftemangel. Die Halbleiterindustrie kämpft bereits mit einem Mangel an qualifiziertem Personal. Die Rekrutierung von Experten, die in der Lage sind, diese hochkomplexen Anlagen zu betreiben, wird für die Terafab von Tesla eine große Herausforderung. Die Finanzierung des Projekts ist ebenfalls ungewiss. Tesla plant bereits 20 Milliarden Dollar für die Robotaxi- und Optimus-Produktionslinien. Ob Musk erneut Kapital von externen Investoren aufnehmen wird, bleibt abzuwarten.

Analysten sehen in der Erfahrung von Elon Musk bei der Bewältigung schwieriger Projekte zwar Grund zur Hoffnung. Doch der Zeitplan, den er für die Inbetriebnahme der Terafab angibt – „innerhalb von drei oder vier Jahren“ – wirkt angesichts der Komplexität des Vorhabens ambitioniert. Das Projekt ist ein Risiko, aber es könnte auch den Schlüssel zur Unabhängigkeit von externen Lieferanten und zur Sicherung der technologischen Vorherrschaft von Tesla darstellen.

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