Radioaktives wrack im nordatlantik: die tickende zeitbombe komsomolets droht
Die Welt reagiert auf neue Entwicklungen in der maritimen Militärtechnologie – von spanischen U-Booten bis zu Cyberangriffen. Doch ein vergessener Riese im Nordatlantik birgt eine noch größere gefahr: Die sowjetische U-Boot Komsomolets, seit über 35 Jahren versunken, droht durch ihren radioaktiven Zerfall eine ernsthafte Umweltbedrohung zu werden.

Korrosion und radioaktiver fallout: das erbe eines untergangs
Das Wrack des Komsomolets, ein Projekt K-278, liegt in 1.680 Metern Tiefe nahe der Insel Bjørnøya in der schwedischen Arktis. Der Untergang des U-Boots im Jahr 1989, ausgelöst durch einen verheerenden Brand nach einem Kurzschluss, ist nicht nur eine Tragödie, sondern eine ständige Quelle der Besorgnis. Das U-Boot trug zwei Atomtorpedos, die zwar nicht mehr vorhanden sind, aber die Angst vor radioaktiver Kontamination bis heute nährt.
Reste der Vergangenheit: Die Komsomolets war einst in der Lage, bis zu 1.300 Meter tief zu tauchen. Nun ist sie durch die Tiefe und den fortschreitenden Verfall irreparabel beschädigt. Forscher haben mit dem ferngesteuerten Fahrzeug Ægir 6000 neue Erkenntnisse gewonnen. Analysen von Ventildecken ergaben, dass das Kernkraftwerk des U-Boots korrodiert ist und radioaktives Material austritt.
