Spanien evakuiert militär aus irak: gefahren bleiben

100 spanische Soldaten sind von Irak in die Türkei evakuiert worden, doch 200 weitere warten noch auf ihre Rettung. Die Situation ist weiterhin äußerst angespannt, wie die Verteidigungsministerin Margarita Robles am Donnerstag bestätigte.

Evakuierung unter beschuss: spanien zieht personal aus irak ab

Evakuierung unter beschuss: spanien zieht personal aus irak ab

Die Evakuierung der ersten 100 Soldaten erfolgte in einer „sehr komplizierten und gefährlichen“ Operation. 42 Soldaten der spanischen Misión zur Unterstützung der Koalition in Irak (NMI) wurden in der frühen Morgenstunde in die türkische Basis Incirlik gebracht. Sie schließen sich den bereits vor einigen Tagen reubicerten 57 Spezialisten des SOTG an.

Mehrere amerikanische, deutsche und spanische Flugzeuge unterstützten die Evakuierungsmission. Spanien setzte drei A-400M- und A-330-Flugzeuge ein. Die Verzögerungen beim Abflug waren auf das unberechenbare Gefecht und abgesagte Abflüge zurückzuführen.

Die NMI unterstützt die irakischen Sicherheitskräfte und militärischen Bildungseinrichtungen durch Ausbildung und Beratung. Frankreich leitet derzeit die Mission, die ab dem 26. Mai an Spanien übergeht. Spanien stellt derzeit den größten Beitrag mit rund 170 Soldaten.

Robles äußerte sich besorgt über die Lage in Libanon und betonte, dass Spanien seine Teilnahme an der UNIFIL-Mission beibehalten werde. Die Situation dort sei „sehr schwer und besorgniserregend“.

Die spanische Beteiligung an Irak und Libanon unterstreicht die anhaltende Herausforderung, internationale Stabilität in Konfliktregionen zu gewährleisten. Die Evakuierung zeigt die Risiken, denen sich spanische Soldaten in diesen Einsatzgebieten ausgesetzt sehen – und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen strategischen Überprüfung der militärischen Präsenz.