Spanische Regierung reserviert 1.700 IT-Positionen für den öffentlichen Dienst

Die spanische Generaldirektion des Staates hat eine wichtige Maßnahme ergriffen. Im Zuge des globalen Wettlaufs um technisches Talent hat die Regierung für das Jahr 2026 rund 1.700 Besoldungsstellen für IT-Spezialisten in ihrem Öffentlichen Dienst reserviert – ein Anstieg von 42 % gegenüber dem Vorjahr. Dies stellt die größte Investition in digitales Talent in der Geschichte des spanischen Öffentlichen Dienstes dar.

Differenzierte Prüfungen für IT-Spezialitäten

Zum ersten Mal werden die Prüfungen für den Oberen Dienst für Systeme und Informations-Technologien nach Spezialisierungen in drei kritischen Bereichen durchgeführt: KünstlicheIntelligenz, Cybersicherheit und Datenwissenschaft. Bisher mussten alle Bewerber für den gleichen Dienst aus einem identischen Lehrplan examinieren.

Neue Stellenprofile und Gehaltsstrukturen

Neue Stellenprofile und Gehaltsstrukturen

Die gesuchten Profile umfassen auch Softwareentwickler, Datenanalysten, IT-Architekten, Cloud-Spezialisten und System- und Netzwerktechniker. Ab 2026 werden die Selektionskurse verpflichtende Module zu KI und Datenanalyse für alle IT-Körper unabhängig von der gewählten Spezialität beinhalten. Das Personal wird in drei Kategorien unterteilt, basierend auf der erforderlichen Qualifikation und der Verantwortung. Der Oberste Dienst für Systeme und Informations-Technologien (Untergruppe A1) erfordert ein Hochschulabschluss und ist für Planung, Projektleitung und technische Beratung zuständig. Die Zahl der Stellen wird von 100 auf 300 erhöht (ein Anstieg von 200 %). Die Verwaltung von Systemen und Informatik (Untergruppe A2) benötigt einen Hochschulabschluss, eine Diplomarbeit oder eine technische Ausbildung und verwaltet Infrastruktur, Datenbanken, Netzwerke und digitale Verwaltungsprojekte in Ministerien und Behörden. Die Hilfsinformatiker (Untergruppe C1) benötigen einen Realschulabschluss oder eine Berufsausbildung. Sie arbeiten an der Systembetreuung, der Benutzerunterstützung, der Mikroinformatik und der Unterstützung der Softwareentwicklung. Dies ist der einfachste Zugangsweg zum technologischen Beschäftigungsbereich im öffentlichen Dienst und erfordert keine vorherige Berufserfahrung.

Gehälter im Vergleich

Gehälter im Vergleich

Die Gehälter variieren je nach Kategorie. Die Hilfsinformatiker können Bruttojahresgehälter von rund 30.000 bis 40.000 Euro erreichen, während die Mitarbeiter des Oberen Dienst für Systeme und Informations-Technologien (A2) zwischen 40.000 und 55.000 Euro verdienen können. Die Mitarbeiter des Oberen IT-Dienstes (A1) können leicht die 50.000 Euro pro Jahr überschreiten, während die Führungspositionen mit hohen Verantwortlichkeiten und spezifischen Zusätzen bis zu 70.000 Euro erreichen können. Die tatsächlichen Gehälter umfassen neben dem Grundgehalt auch Treuezulagen, Zielzulagen und Produktivitätsprämien.

Herausforderungen und Perspektiven

Herausforderungen und Perspektiven

Die Herausforderung für die Verwaltung besteht darin, mit Unternehmen wie Google oder Microsoft zu konkurrieren. Die spanische Regierung muss sich mit der Flucht von Talenten auseinandersetzen, die als „eine der dringendsten Schwachstellen Europas im Bereich KI“ gilt.