Trump drängt auf 6g-technologie – doch zuerst hinkt seine eigene firma hinterher

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump setzt alles daran, die Führungsrolle bei der Entwicklung der nächsten Mobilfunkgeneration, dem 6g, zu übernehmen. Während internationale Standardsbehörden einen Starttermin im Jahr 2030 anpeilen, strebt die Trump-Administration ein Debüt bereits für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles an. Doch diese ambitionierten Pläne stehen im Kontrast zu den Schwierigkeiten, denen sich Trumps eigenes Telekommunikationsunternehmen, Trump Mobile, gegenübersieht.

Die zeit drängt: trump will 6g bis 2028 bereit sehen

Laut einem neuen Bericht hat die Trump-Administration Qualcomm aufgefordert, an der Entwicklung von drei kommerziell nutzbaren 6G-Geräten zu arbeiten, die bis zum Sommer 2028 einsatzbereit sein sollen. Diese Forderung ist keine reine Ideologie; die Regierung hat bereits im Dezember einen Präsidialmemorandum unterzeichnet, der die Verlagerung von Frequenzbändern, die derzeit von Regierungsbehörden genutzt werden, für den Einsatz im 6G-Bereich vorsieht. Zudem soll Außenminister Marco Rubio diplomatische Bemühungen verstärken, um die globale Vorherrschaft der USA in diesem Technologiebereich zu sichern.

Die Ambitionen sind klar: Trump hatte bereits 2019 per Tweet gefordert, dass 6G so schnell wie möglich verfügbar sein soll, da die Technologie schneller, intelligenter und leistungsstärker sein müsse als 5G. Die Regierung plant, Frequenzen im Bereich von 2,69–2,9 GHz und 4,4–4,94 GHz für den kommerziellen Einsatz freizugeben. Allerdings stellt sich die Frage, ob diese Ziele realistisch sind.

Trump mobile: ein unternehmen im rückstand

Trump mobile: ein unternehmen im rückstand

Während die Regierung die Welt in 6G eintauchen lassen will, kämpft Trump Mobile mit der Veröffentlichung seines eigenen Smartphones, dem T1. Trotz über 59 Millionen Vorbestellungen, die seit dem Start im Juni eingegangen sind, verzögert sich die Markteinführung immer wieder. Die Erwartung war, dass das Gerät bereits im August oder September erscheinen würde, aber jetzt wird ein späterer Termin in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Die Ankündigung des „next major step“ durch Trump Mobile-Manager Don Hendrickson, den T1 Ultra zu starten, wirft Fragen auf, wenn die grundlegende Produktlinie immer noch nicht pünktlich erscheint.

Die Frage, wie die Regierung von Trump drei 6G-Geräte bis 2028 fordern kann, während Trumps eigenes Unternehmen Schwierigkeiten hat, ein Mittelklasse-Android-Telefon rechtzeitig auf den Markt zu bringen, ist berechtigt. Es ist nicht so, dass die ambitionierten 6G-Pläne eine untergeordnete Rolle spielen würden; die Regierung hat auch einen Präsidialmemorandum zur Unterstützung der Entwicklung und Nutzung von 6G unterzeichnet. Diese Maßnahmen werden jedoch nicht ohne Herausforderungen vergesetzt.

Es ist durchaus möglich, dass bis 2028 keine echten 6G-Telefone verfügbar sind. Stattdessen könnten Geräte mit 5G Advanced als 6G getarnt und von der Trump-Administration als die ersten 6G-Handys angepriesen werden. Die ambitionierten Ziele könnten letztlich zu einer Enttäuschung führen, wenn die technologische Entwicklung nicht mit den politischen Erwartungen Schritt hält. Die Verlockung, den technologischen Vorsprung zu behaupten, könnte die Realität übersehen.

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