Trump greift spanien erneut an: „verlierer“ und otan-feind?
Washington – US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an der spanischen Regierung erneut geschärft. In einem Telefoninterview mit dem „New York Post“ bezeichnete er Spanien als „Verlierer“ und warf dem Land eine feindselige Haltung gegenüber der NATO vor. Der Streit entzündet sich an Spaniens Verweigerung, die Nutzung der Militärbasen in Rota und Morón de la Frontera für Angriffe in der Ukraine zu erlauben.

Trump droht mit vergeltungsmaßnahmen
„Wir haben viele Gewinner, aber Spanien ist ein Verlierer“, so Trump. Er wiederholte seine Kritik, dass die Regierung von Pedro Sánchez der einzige NATO-Verbündete sei, der sich weigere, fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung zu investieren. Als Reaktion kündigte er Vergeltungsmaßnahmen an, die jedoch nicht näher spezifiziert wurden.
Sánchez konterte prompt. Er warnte vor einer möglichen Handelsstreitigkeit und betonte, dass Spanien nicht auf Trump'sche Drohungen eingehen werde. „Sie sind feindselig gegenüber allen“, sagte der spanische Premierminister. „Und wir werden das auch nicht sein.“
Die Spannungen zwischen den beiden Ländern haben sich in den letzten Monaten zugespitzt. Spanien hat sich wiederholt gegen die von den USA geforderten Sanktionen gegen Russland ausgesprochen und betonte die Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Die Verweigerung der Nutzung der Militärbasen ist der jüngste Schlag in dieser Eskalationsspirale.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Spanien befinden sich in einer schwierigen Phase. Experten sehen die aktuelle Situation als Ausdruck der wachsenden Entfremdung zwischen Washington und einigen europäischen Verbündeten.
Die spanische Regierung betont, dass sie ihre Prinzipien nicht kompromittieren wird, auch wenn dies wirtschaftliche Konsequenzen haben sollte. Die Entscheidung, die Nutzung der Basen zu verweigern, sei eine Frage der nationalen Souveränität und der Einhaltung internationaler Gesetze.
Die Wirtschaftsministerin, Nadia Calviño, mahnte zur Besonnenheit und betonte die Bedeutung des Dialogs. „Wir sind bereit, die Beziehungen zu verbessern, aber nicht auf Kosten unserer Werte“, erklärte sie.
Die Drohung Trumps wirft Fragen nach der Zukunft der transatlantischen Partnerschaft auf. Es bleibt abzuwarten, ob sich die beiden Seiten zu einer Einigung finden können oder ob die Spannungen weiter eskalieren werden. Doch eines ist klar: die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Spanien befinden sich an einem kritischen Punkt.
