Laliga-schlampe: massiver ip-blockade verschwebt rechtsstreit
Ein unerwarteter Kollateralschaden plagt nun Unternehmen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Die jüngsten massiven IP-Blockaden, initiiert von LaLiga unter der Führung von Javier Tebas, haben weitreichende Folgen.
Schlampe-taktik: laliga blockiert legitime seiten
Der Fall Javier Pagés Agulló, Gründer einer App zur Preisvergleichung von Supermärkten und Tankstellen, ist nur ein Beispiel. Seine legale App wurde aufgrund eines unselektiven IP-Blocks zugemutet – eine Strategie, die Tebas’ LaLiga offenbar als Standardansatz verfolgt. Pagés beschreibt die Situation als „Schlampe-Taktik“, die legitime Unternehmen in den Abgrund zieht.
Die EuroISPA, die Interessenvertretung von über 3.300 Internet Service Providern in Europa, hat offiziell Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht. Sie wirft Tebas eine verantwortungslose Strategie vor, die zu unerwünschten Nebeneffekten führt – darunter massive Störungen bei IPTV-Anbietern.

Banken und online-zahlungen im visier
Millionen spanische Bürger leiden unter den Folgen. Der Zugriff auf Bank-Apps, Online-Zahlungssysteme und Arbeitswerkzeuge ist plötzlich unmöglich geworden. Die Ursache: Die Blockaden, die von Cloudflare-IP-Adressen initiiert werden und sich nun auch in die Zweite Liga ausweiten. Es ist ein Dominoeffekt, der überproportional viele Nutzer betrifft.

Betreiber fordern rechtsbehebung
Die Betreiber von VPN- und DNS-Servern fordern umgehend eine Änderung der Vorgehensweise. Sie sehen sich mit einem Chaos konfrontiert, das ihnen völlig außerhalb des Zuständigkeitsbereichs liegt. Die Forderung: LaLiga und Tebas müssen für Fehler bei der Identifizierung von Piraten haftbar gemacht werden.

Rechtsprechung existiert bereits
Die EuroISPA betont, dass bereits bestehende Gesetze zur Durchsetzung von Urheberrechten angewendet werden können. Es bedarf keiner neuen Gesetzesverschärfung. Stattdessen müssen die bestehenden Regelungen konsequent angewendet werden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein klares Signal an die Branche: Fehlerhafte Identifizierung von IP-Adressen dürfen nicht mehr mit der Zerstörung legitimer Geschäftsmodelle einhergehen.
Die aktuelle Strategie von LaLiga ist nicht nur ineffektiv, sondern auch schädlich. Sie gefährdet nicht nur die Reputation des spanischen Fußballs, sondern belastet auch das Vertrauen der Nutzer in das Internet.
