Demenz: alltag beeinflusst – fünf lebensgewohnheiten beschleunigen den cognitiven abbau

Die Erkenntnisse sind erschreckend: Demenz ist keine unvermeidliche Folge des Alterns, sondern oft das Ergebnis unserer Lebensweise. Jedes Jahr steigt die Zahl der Betroffenen – und die Belastung für das Gesundheitssystem. Doch was können wir tun, um den fortschreitenden Verfall zu verlangsamen?

Demenz: mehr als nur gedächtnisverlust

Demenz ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die das Gedächtnis, die Sprache und das Urteilsvermögen beeinträchtigen. Alzheimer ist zwar die häufigste Form, aber auch andere Formen wie die vaskuläre Demenz oder die Lewy-Körperchen-Demenz sind weit verbreitet. Bei Alzheimer sammeln sich Proteine – Beta-Amyloid und Tau – zwischen den Nervenzellen an, was die Kommunikation stört und letztendlich zum Zelltod führt. Dieser Prozess kann sich über 20 bis 30 Jahre unbemerkt abspielen.

Die ersten Anzeichen zeigen sich oft ab dem 65. Lebensjahr, doch es gibt auch Frühformen. Vergessen Sie kürzlich geführte Gespräche, Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben oder plötzliche Stimmungsschwankungen – das sind Warnsignale, die ernst genommen werden sollten. Es gibt zwar noch keine Heilung, aber neue Medikamente wie Lecanemab und Donanemab zeigen in frühen Stadien vielversprechende Ergebnisse – allerdings mit Nebenwirkungen und begrenzter Verfügbarkeit.

Die dunkle seite des lebensstils

Die dunkle seite des lebensstils

Doch nicht nur genetische Faktoren spielen eine Rolle. Forschungen zeigen, dass bestimmte Gewohnheiten den kognitiven Abbau beschleunigen. Schlechter Schlaf beispielsweise stört den glymphatischen Transport – ein Reinigungssystem des Gehirns, das für die Beseitigung von Beta-Amyloid verantwortlich ist. Chronischer Schlafmangel führt also zu einer Ansammlung dieser schädlichen Proteine.

Auch Bewegungsmangel ist ein Risikofaktor. Es geht nicht nur darum, regelmäßig Sport zu treiben, sondern den täglichen Sitzdruck zu reduzieren. Eine Studie mit über 32.000 Erwachsenen zeigte, dass auch bei täglichen Trainingseinheiten der Bewegungsmangel das Gehirn schädigt. Die Bewegung fördert nicht nur die Durchblutung, sondern auch die Verbindung zwischen den Nervenzellen.

Übermäßiger Alkoholkonsum schadet den Neuronen direkt und verändert die Struktur des Gehirns. Eine