Geburtsmonat beeinflusst intelligenz? studie zeigt überraschende ergebnisse

Die Frage, ob der Zeitpunkt der Geburt einen Einfluss auf die kognitive Entwicklung hat, beschäftigt Wissenschaftler seit langem. Eine neue Studie aus Florida legt nahe, dass der Geburtsmonat tatsächlich eine Rolle spielen könnte – und zwar subtiler als man denkt.

September-kinder im vorteil: ein statistischer vorsprung

September-kinder im vorteil: ein statistischer vorsprung

Eine Untersuchung von über 1,2 Millionen Schülern zwischen 6 und 15 Jahren hat ergeben, dass Kinder, die im September geboren wurden, tendenziell bessere schulische Leistungen zeigen. Der Effekt mag gering erscheinen – etwa 0,2 Punkte auf der Normenskala –, doch statistisch gesehen ist er signifikant. Dies liegt vor allem daran, dass Septemberkinder im Durchschnitt älter sind als ihre Altersgenossen und somit einen leichten Vorteil haben.

Die Forscher, unter der Leitung von Elizabeth Dhuey und David Figlio, weisen darauf hin, dass dieser kleine Vorsprung sich langfristig in einer höheren Intelligenz manifestieren könnte. Aber es ist kein deterministischer Faktor. Mit zunehmendem Alter erreichen die Kinder ihrer Altersgruppe tendenziell den gleichen IQ-Wert. Faktoren wie besondere Förderkurse oder ein späterer Schulbeginn spielen ebenfalls eine Rolle.

Die Studie zeigt auch, dass eine gute Schlafhygiene, regelmäßige Bewegung und das Erlernen neuer Fähigkeiten das kognitive Potential steigern können. Psychologisches Wohlbefinden, beispielsweise durch den Kontakt mit Grünflächen, scheint ebenfalls einen positiven Einfluss auf den IQ zu haben. Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass die Entwicklung der Intelligenz von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird.

Stephen Hawking prophezeite einst, dass die Menschheit 1.000 Jahre brauchen würde, um einen neuen Heimatplaneten zu finden. Ob die Geburtsmonat-Studie uns näher an das Verständnis der menschlichen Intelligenz bringt? Die Ergebnisse sind ein weiterer Beweis dafür, dass die Komplexität des menschlichen Geistes noch lange nicht vollständig erforscht ist. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst scheinbar geringfügige Faktoren unsere Entwicklung beeinflussen können – und dass die Reise zur Entdeckung des menschlichen Potenzials niemals endet.